In einem Gründerzeitsalon mit zu niedriger Decke wurde ein flaches Kassettenraster aus MDF installiert, farbgleich mit den Wänden. Die Felder bleiben hell, Rahmen minimal. Spots liegen im Raster, Akustikvlies in ausgewählten Feldern. Der Raum wirkt ruhiger, Kunst tritt hervor, der Nachhall sinkt. Die Bewohner berichten, dass Gespräche entspannter verlaufen und das Putzen einfacher wurde als befürchtet.
Ein industrielles Loft erhielt leichte Scheinbalken mit integrierten Schienenleuchten. Die Balken ordnen Zonen, ohne Leitungen sichtbar zu machen. Zwischenräume bekamen schallabsorbierende Paneele, dezent stoffbespannt. Holzton warm, Stahl dunkel, Wände hell. Das Ergebnis verbindet Werkstatt-Charakter und Wohnlichkeit. Später konnten Mieter Leuchten verschieben, ohne neue Bohrungen, und die Nachbarn hörten deutlich weniger Trittschall vom Mezzanin.
In einem hellen Penthouse rahmt eine zweistufige Decke den Wohnbereich, mit indirektem Licht und versteckter Kühlung. Der Schwebeeffekt verlängert optisch die Fenster, die Abendstimmung wird über Szenen gesteuert. Technische Klappen verschwinden in Schattenfugen. Gäste fragen regelmäßig, warum es so ruhig wirkt. Die Besitzerin sagt, sie nutze den Raum jetzt öfter zum Lesen, weil das Licht sanfter sei.